Cubot H2 im Test

Cubot H2 Display
9 Lieferumfang
9 Installation
10 Akkuleistung
8 Betriebssystem
8 Display
8 Hardware
8.5 Speicherplatz
7.5 Kamera
8.5 Funktionen
9 Konnektivität
9 Sound
8.6

Cubot H2


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Letztes Update am 20. Oktober 2017 11:05

Ich bewerte hier folgendes Produkt: Cubot H2. Für diejenigen unter Ihnen, die lange Rezensionen hassen, gibt es die Möglichkeit direkt zum Fazit zu scrollen. Dort werden in aller Kürze auf die Vor- und Nachteile dieses Produktes eingegangen. Wer sich erst einmal (audio-)visuell berieseln lassen möchte, der findet am Ende mehrere Bilder und ein ausführliches Video zum Produkt. Allen anderen wünsche ich viel Spaß beim Lesen.
Ich habe dieses Produkt im Rahmen eines Produkttests zu vergünstigten Konditionen von Cubot Direct erhalten. An dieser Stelle nochmal ein dickes Dankeschön dafür! Trotzdem werde ich das Cubot H2 ehrlich, objektiv und kritisch begutachten. Fake-Reviews findet man (leider) schon genug im Internet.

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Testbericht zum Cubot H2

► Kaufgrund:

Ihr kennt es. Man ist auf einer Party oder sitzt alleine an der Bushaltestelle und genau dann, wenn man das Smartphone am Dringendsten bräuchte, ist der Akku leer. Keine Eltern oder Freunde, die Euch abholen können, das blöde Handy hat schließlich keinen Saft mehr. Aber auch Viel-Nutzer kennen dieses Problem. Wer nicht gerade 5 Powerbanks sein Eigen nennen kann, dem bleiben unterwegs nicht viele Möglichkeiten sein Smartphone aufzuladen. Doch was wäre, wenn Ihr dieses Problem zukünftig nicht mehr hättet? Genau hier setzt nämlich das Cubot H2 an, nicht umsonst hat es einen 5000 mAh großen Akku verbaut. Cubot als chinesischer Smartphone-Hersteller hat es mit seinen formidablen Low-Budget-Smartphones schon in die Herzen vieler Fans geschafft. Das etwas teurere Luxus-Model H2 will hierbei mit einer extrem langen Akkulaufzeit kontern. An die Akkuleistung der unangefochtenen Nummer 1 OUKITEL K10.000 wird es mit Sicherheit nicht heranragen, schließlich haben wir auch nur einen halb so großen Akku. So globig wie das K10.000 wirkt es aber keinesfalls, wir dürfen daher gespannt sein, was das Cubot H2 alles zu bieten hat.

► Lieferumfang:

Das Smartphone Cubot H2 wird in einer edlen, vergoldeten Box geliefert, auf der in silberne Schrift das Wort „CUBOT“ zu sehen ist. In dieser Standard-Box liefert Cubot all seine Produkte ab, von außen ist nie zu erkennen, ob auch das richtige Smartphone enthalten ist. Im Einzelnen sind folgende Inhalte Bestandteil des Pakets:

  • Cubot H2 mit fest verbautem Akku
  • USB-Ladekabel
  • Ladegerät für die Steckdose
  • NEU: OTG-Kabel
  • Schutzfolie für das Display (gehärtetes Plastik)
  • transparentes Schutzcase (nur Rückseitenschutz)
  • 2 speziell verpackte Reinigungstücher (Feucht- und Trockentuch)
  • Hilfsmittel (Nadel) zum Öffnen der SIM-Kartenhalertung
  • Bedienungsanleitung/Benutzerhandbuch/Quick-Start-Guide auf Englisch

Wer sich schon mal ein Cubot-Produkt bestellt hat, der weiß, dass der Lieferumfang bei Cubot recht großzügig ausfällt. Vor allem die Display-Schutzfolien und der transparente Bumper sind für die ersten Minuten durchaus zu gebrauchen. Schließlich ist dem ein oder anderem vor überschwänglicher Euphorie das Smartphone aus den Händen geglitten, das neue, vermackte Smartphone lag auf dem Boden, Frust und Enttäuschung sind die Folge. Ob man das gummiartige Schutzcase für immer behält, wage ich zu bezweifeln. Seien wir ehrlich: Es gibt in der großen, weiten Internetwelt schöne Schutzcases. Nichtsdestotrotz  bekomme ich ein gutes All-in-One-Pakt, wodurch ich weitere 15-20€ spare (für Bumper und Schutzfolie). Obendrein liegt auch ein OTG-Kabel dabei, welches mir erlaubt, die Geräte direkt mit dem Smartphone zu verbinden. Beispielsweise muss ich die Kamera nicht erst an den PC anschließen, die Fotos auf den PC laden und anschließend die Fotos auf das Smartphone laden. Mithilfe des OTG-Kabels kann die Kamera direkt an das Cubot H2 angeschlossen werden, die Fotos können sofort überspielt werden. Gleiches gilt USB-Sticks, Drucker, usw. Eine durchaus nützliche Zusatzfunktion wie ich finde.

Cubot H2 lieferumfang

► Installation:

Das Cubot H2 ist bereits nach einer halben Minute betriebsbereit. Klickt man sich durch die Installation durch und überspringt einige Einstellungen, dann ist das Gerät auch ohne eingelegte SIM-Karte startklar und im vollen Funktionsumfang nutzbar. Das Smartphone kommt mit einem Speicherplatz von 16 GB, zur freien Verfügung stehen nach der Installation aber nur noch 11,66 GB.

cubot-h2speicherplatz cubot-h2-apps1

► Akkuleistung:

Kommen wir zum Herzstück des Cubot H2, dem 5.000 mAh große Monsterakku. Doch gehen wir erst einmal Schritt für Schritt die Gedankengänge durch. Nach dem Auspacken des Cubot H2, spätestens nach dem ersten freudigen Ausprobieren sämtlicher Funktionen, muss das Smartphone (irgendwann einmal) aufgeladen werden. Hierzu kann das Cubot H2 ganz normal per USB-Kabel entweder direkt am PC/Powerbank oder an der Steckdose (mithilfe des im Lieferumfang enthaltenen Adapters) aufgeladen werden. Der 5.000 mAh große Akku hat dabei ordentlich Power und ist mit einer Quick-Charge-Funktion (5V/2A) ausgestattet. Wie lange eine volle Aufladung exakt dauert, kann ich euch nicht sagen, da ich dir Uhrzeit aus dem Blick verloren habe. Was ich Euch aber definitiv sagen kann, ist, dass das Cubot H2  nach zwei einhalb Stunden von 0% auf 100% aufgefüllt war. Erstaunlicher ist, dass neben dem großen Akku auch 3 GB RAM verbaut sind, sodass sich ebenfalls die Zocker auf ein langes Gamingerlebnis freuen dürfen. Mit dieser überdurchschnittlichen Akkugröße (normal sind 2400-2500 mAh) hat das Cubot H2 gegenüber der Konkurrenz einen ganz klaren Vorsprung.

cubot h2 akku

Doch genug der Theorie. Hier der Praxistest des Akkus, der auf eine wirklich effiziente Software sowie ausgeklügelte Chipsätze hinweist; Energie wird so gut wie kaum vergeudet. Andernfalls lässt sich die hohe Betriebsdauer von sagenhaften 15:04 Stunden nicht erklären. Der Test erfolgte bei ausgeschaltetem WLAN, geringster Display-Helligkeit und ausgeschalteter Dimm-Funktion. Damit wird ein Battery Score von 5.652 Punkten erzielt!

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Mit dieser phänomenalen Akkuleistung hat mich das Cubot H2 wirklich umgehauen. Noch nie zuvor habe ich auch nur ansatzweise die 4.000 Punkte-Marke berührt oder gar überschritten. Man darf zurecht behaupten, dass das Cubot H2 doppelt solange wie ein gewöhnliches Smartphone auskommt. Bei sparsamer Benutzung sollten somit 4-5 Tage am Stück möglich sein, Viel-Nutzer kommen aber auch auf ihre Kosten, denn selbst bei höchster Helligkeitsstufte und intensiver Nutzung dürfte man bis zu 10 Stunden aus dem Smartphone herausholen. Das Cubot H2 übersteht damit – selbst bei Intensivtätern 😉 – locker einen Tag. Ich habe mich mal spaßeshalber einen Tag lang als Smartphone-Triebtäter geoutet und es wirklich gefoltert. Spiele, Whatspapp, Multitasking, Video-Anrufe, Apps installieren und deinstallieren, Betriebssystem-Neustart, also all das was sonst den Akku schnell in die Knie zwingt. Das Ende vom Lied waren 11% Restakku nachdem ich es von morgens 9:00 bis 22:00 Uhr unmenschlich genutzt habe.

Zwei kleinere Mankos gibt es aber doch:  1. Der Akku ist nicht herausnehmbar, 2. Das H2 wiegt auch fast doppelt soviel wie ein normales Smartphone. Das Gewicht ist deutlich zu spüren, nachgemessen ergibt sich ein Gewicht von  232 Gramm.

► Betriebssystem:

Das Betriebssystem ist das Android Lollipop 5.1. Wer sich mit den Android-Systemen auskennt, der wird sich auch hiermit schnell zurechtfinden. Zwar gibt es bereits Android 6.0, großartige Neuerungen sind aber nicht zu erwarten. Somit ist ein Update zwar denkbar, aber nicht unbedingt notwendig. Das Cubot H2 hat sogenannte Soft-Buttons, da es keine Tasten im eigentlichen Sinne sind, sondern die Tasten lediglich auf einer aufgezeichnete Darstellungen beruhen, deren Funktionen über den Touchscreen ausgeübt werden können. Das besondere beim Cubot H2 ist allerdings, dass diese Tasten nicht auf dem Display, sondern sich darunter befinden (auf dem Metallrahmen) und somit jederzeit zu sehen sind. Die Tasten sind zwar nicht erleuchtet, dank silberner Schrift aber gut lesbar.

Über das Pfeil-Zurück-Symbol (rechte Taste) kann man seine vorherige Aktion umkehren, das Kreis-Symbol (mittlere Taste) trägt einem zum Startbildschirm zurück, die linke Teste öffnet das Widget- und Einstellungsmenü der einzelnen Bildschirme. Die diversen Einstellungsmenüs wie beispielsweise Helligkeit, W-LAN, Bluetooth, Audioprofil, usw. können leicht aufgerufen werden, indem man über das Display von oben nach unten streicht. Hierbei bietet Cubot mehr Funktionen an, als dies üblicherweise der Fall ist, z.B. Taschenlampe, Data Connect und über „More“ die Notification Settings eingestellt werden.

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Des Weiteren besitzt das Cubot H2 von Werk aus viele nützliche Apps, z.B. CleanMaster und Hotknot. Einen echten Junk-Friedhof oder nervige Abo-Apps konnte ich NICHT entdecken. In Verbindung mit dem hervorragenden Display werden die Symbole kräftig und intensiv dargestellt. Das Betriebssystem verläuft dank der Hardware stabil und flüssig. Bugs, Abbrüche oder andere Fehler konnte ich keine feststellen. Was mich allerdings stört, ist die Tatsache, dass es keinen Button gibt, der mir einen Überblick über sämtliche installierte Apps zeigt. Das funktioniert nur umständlich über das Einstellungsmenü oder über das Durchklicken der einzelnen Bildschirme. Das finde ich persönlich schade, nun gut Layouts gibts im App-Store zur Genüge. Wen das ebenfalls stört, der kann sich ein Neues aufspielen.

Hervorheben möchte ich dennoch die von Cubot hinzugefügten Customization-Möglichkeiten. So kann beispielsweise auch die Art des Wechselns zwischen 2 Bildschirmen eingestellt werden, wozu 7 unterschiedliche „Modi“ zur Verfügung stehen. Vom ganz normalen Schwenken, über Kippen oder schönen Jumps ist alles möglich. Das gefällt mir wirklich sehr gut und schafft eine persönlichere Note. Das hat Cubot wirklich sehr gut umgesetzt und lässt den verschenkten Überblick verschmerzen.

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► Display:

Das 5,5 Zoll große IPS Display besticht durch seinen guten Multi-Touch-Screen und seinen 267 ppi. Zudem handelt es sich hierbei um ein 2,5D gebogenes und randloses Display mit einer Auflösung von 1280 x 720 Pixeln. Zudem Preis hätte man vielleicht auf ein Full-HD-Display spekulieren können, insgesamt wirkt das Display dennoch edel und ist perfekt auf das Design abgestimmt.

cubot h2 display

Neben dem Design und der Auflösung können auch die Wisch- sowie die Touch-Funktion überzeugen, denn diese sind wirklich erstklassig, sodass ein bequeme Alltagstauglichkeit herrscht. Ein gebogenes Premium-Display mit erstklassigen Werten zum Spottpreis nehme ich gerne mit! Das Display gibt die verschiedenen Bilder oder Videos farbgetreu und ohne Ruckler wieder und erledigt damit die anfallenden Tätigkeiten überragend. Die Betriebstemperatur des Display hält sich auch nach längerer Dauer im angemessenen Bereich, die Temperatur des Akkus ist hingegen beim einstündigen Zocken spürbar.

Cubot H2 Display Cubot H2 Display Cubot H2 seitlich

Die vorinstallierte Schutzfolie sollte aber in jedem Fall entfernt werden, da mit dieser Fehler beim Wischen oder Entsperren auftreten können. Die Helligkeit kann über den entsprechenden Regler (Balken) hervorragend angepasst werden, die Minimal- sowie die Maximalwerte sind absolut überzeugend. Alternativ kann auch der Modus „adaptive Helligkeit“ ausgewählt werden, sodass sich das Display den Lichtverhältnissen automatisch anpasst. Da der Bilschirm ab und an mit Spiegelungen zu kämpfen hat, ist der Einsatz im Freien – bei starken Sonneneinstrahlungen – nur begrenzt zu empfehlen. Der Bildschirm ist bereits ab Werk auf „automatisch drehen“ eingestellt, sodass es beim ersten Video schauen keine Überraschungen gibt.

cubot h2 brightness

► Technische Daten / Benchmarks:

Wer jetzt glaubt, dass das Smartphone nur für reine Laufzeit-Junkies sei und außer einem großen Akku nichts zu bieten hätte, der irrt. Denn Cubots verbaute Hardware kann sich durchaus sehen lassen. Dabei richten sich die Daten sowohl an Normalos als auch Gamer. Geliefert wird das Cubot H2 mit 3 GB Arbeitsspeicher, einem MTK6735A Vierkern-Prozessor mit 1,3 GHZ (64 Bit) und 16 GB Speicherplatz. Wem das zu wenig ist, der kann über eine Speicherplatzerweiterung per Micro SD von bis zu 32 GB nachdenken (insgesamt stehen also maximal 48 GB zur Verfügung)! Der Vierkern-Prozessor sowie das Betriebssystem sind bereits bei vielen chinesischen Smartphones vorzufinden und konnten in der Praxis überzeugen.

cubot h2 daten

Als echtes Geschenk empfinde ich die 3GB Arbeitsspeicher bei dem gute LPDDR3 Rammbausteine verbaut wurden, die sich zum einen durch ihre großartige Performance und zum anderen durch ihre gute Effizienzklasse auszeichnen. Dadurch bleibt dem Smartphone mehr Saft übrig, sodass auch einige Games wie Asphalt gezockt werden können. Für performancestarke Spiele ist es allerdings nicht geeignet, da der Spielspaß unter den anstehenden Ruckler leidet. Für normale Aufgaben ist das Smartphone aber fast schon überqualifiziert. Die Hardware erlaubt dem Display eine schnelle und flüssige Wiedergabe von Bildern, Videos und Spielen. Normale Aufgaben, wie das Surfen, E-Mail schreiben, Whatsapp, usw. erfüllt das Cubot H2 zuverlässig und reibungslos; Das Aufrufen der einzelnen Apps oder das Abspielen der Videos geschieht innerhalb eines Bruchteils einer Sekunde. Die Internetseiten – bei entsprechender Internetverbindung vorausgesetzt – werden zügig geladen und der Flashplayer arbeitet einwandfrei. Selbst mehrere Tasks, d.h. Multitasking sind dank der 3 GB kein Problem! Ich hätte mir lediglich einen Octacore-Prozessor zu dem Preis gewünscht.

cubot h2 technische daten

Beim Benchmark macht das Smartphone eine durchschnittliche Figur, die für die knapp 150€ aber nicht überraschen sein dürfte. Mithilfe der Geekbench3-App erzielte das Cubot H2 im Single-Core-Ranking 628 Punkte, im Multi-Core-Ranking 1852 Punkte. Vor allem beim Multi-Core-Ranking fällt die geringere Leistung – aufgrund des fehlenden Achtkern-Prozessors – ins Auge. Bei AnTuTu waren es hingegen 31.722 Punkte. Hartgesottenen Benchmark-Freaks wird dies natürlich bei Leibe nicht reichen. Wer ein performancestarkes Smartphone möchte, muss eben nochmal 300€ drauf zahlen.

cubot-h2-antutu-benchmark cubot-h2-sensoren

► Speicherplatz/Dual-SIM:

Das Cubot H2 gibt es nur in einer 16 GB-Variante, was für heutige Standards zugegebener Maßen sehr gering ist. Denn Bilder, Videos, Apps und Updates müssen alle gespeichert werden, der Durchschnitts-Typ dürfte sich bereits nach einigen Monaten am Speicherlimit bewegen. Da nach der Installation nur noch  11,66 GB zur freien Verfügung stehen, sollte man sich überlegen, ob man sich gleich eine Micro-SD-Karte gönnt. Bitte darauf achten: Es werden laut Hersteller nur Karten von bis zu 32 GB unterstützt. Andere Tester weisen zwar daraufhin, dass  der Einsatz von 64 und sogar 128 GB im Praxistest nachgewiesen wurden, diese Angaben sollte man aber mit Vorsicht genießen. Im Zweifelsfall hat man dann eine SD-Karte, die vom Smartphone nicht erkannt wird.

Des Weiteren unterstützt das Handy die duale SIM-Karten-Funktion (Dual SIM). Dies geht allerdings zu Lasten des 2. Slots. Wer also in jedem Fall auf die duale Funktion angewiesen ist, der hat NICHT die Möglichkeit seinen Speicher zu erweitern. Wem eine SIM-Karte reicht, muss auf die Speichererweiterung NICHT verzichten. Eine „echte“ duale SIM-Karten-Funktion liegt daher NICHT vor. Man spricht deshalb auch von einem Hybrid-Slot, bei dem man Abwägen muss, was einem wichtiger ist.

cubot h2 konnektivität

► Kamera:

Im Cubot H2 sind eine Rückkamera mit 8 MP (interpoliert 13 MP) und eine Frontkamera mit 5 MP (interpoliert 8 MP) verbaut. Zusätzlich verfügt die Frontkamera über einen 88° breiten Blickwinkel, sodass breitere Selfies möglich sind. Unterschiede zu anderen Smartphone-Kameras konnte ich aber nicht feststellen.

Beginnen wir mit dem Positiven. Zu Beginn wird man dank Android durch ein Tutorial geführt, welches einem die verschiedenen Funktionen und Settings der Kamera erklären. Das ist zwar nicht wirklich notwendig, dennoch schön anzusehen. Auch der Autofokus und der Bildstabilisator funktionieren gut, nicht sehr gut, aber gut. Man kann damit ohne größere Probleme und Ärger arbeiten. Allerdings sind die gemachten Fotos für die knapp 150€ nur durchschnittlich. Sie glänzen nicht gerade durch Detail-Reichtum, können aber in Puncto Farbtreue und Intensivität überzeugen. Die Kamera neigt dazu, die Fotos zu stark zu belichten, manuelles Fokussieren und das Ändern einiger Einstellungen kann hier manchmal Abhilfe schaffen. Schaut man sich die Fotos auf dem Smartphone-Display an, sehen sie gut aus. Am PC werden aber die Crops und die schwammigen Details bereits bei geringem Zoom sichtbar.

Die gedrehten Videos werden im .3gp-Format abgespeichert, was bei einigen Schnittprogrammen zu Problemen führen könnte (z.B. bei dem von mir genutztem Programm „Magix Video Deluxe 2015 Premium“, weshalb ich das gedrehte Video nicht zuschneiden kann). Die geschossenen Fotos werden im .jpg-Format abgespeichert, besitzen eine Auflösung von 4160 x 3120 und haben eine durchschnittlich Größe von 3-4 MB. Das Exportieren der Bilder und Videos auf den PC erfolgte problemlos, zuvor kann ausgewählt werden, ob das Smartphone als Kamera, USB-Schnittstelle oder Laufwerk dienen soll.

 

► Design & Verarbeitung:

Auffallend ist, dass das Cubot H2 trotz des Monsterakkus sehr dünn und schmal ist; an dem Gewicht können wir nun aber nichts mehr ändern. Es ist sehr stabil und lässt sich kaum verbiegen. Als klares Highlight empfinde ich die Rückseite des Smartphone. Hier fühlt sich das Smartphone nicht nur elegant an, sondern die eingeprägte Struktur erinnert an ein Luxus-Smartphone. Ich scheu normalerweise den Vergleich zu anderen Smartphones, beim Cubot H2 kam mir aber direkt das iPhone 6 in den Sinn. Zu viele Gemeinsamkeiten an der Vorder- und Rückseite fielen mir ins Auge.

Cubot H2 seitlich  Cubot H2 Rückseite  Cubot H2 RückseiteCubot H2 Oberfläche

Das Smartphone ist in den Farben Schwarz, Weiß und Gold zu haben, ein roségold á la iPhone 6s gibt es aber nicht. Alle Smartphones weisen auf der Rückseite die angesprochene Struktur auf, die Farbe „Weiß“ empfinde ich mehr als „Silber

cubot h1 farben

Die Einzelteile sind gut verschraubt, was dem Cubot H2 einen hochwertigen Eindruck verleiht. Die Verarbeitungsqualität ist state oft the art, offensichtliche Mängel, scharfe Kanten oder unsaubere Arbeiten konnte ich jedenfalls nicht entdecken. Das Ergebnis ist insgesamt sehr zufriedenstellend und zu begrüßen. Chinaware ist eben nicht gleich Chinaware! Hier wurde 1A und sauber gearbeitet! Die Rückseite des Cubot H2 kann bzw. sollte nicht abgenommen werden und ist mit dem stabilem Metallrahmen fest verschraubt.

► Sound:

Na nu?! Warum wir denn hier auf den Sound eingegangen? Auch wenn das Cubot H2 keine eigene Soundkarte vorzeigen kann, so muss man ihm doch zugute halten, dass es für ein Smartphone in diesem Preisbereich eine überdurchschnittlich gute Tonqualität aufweist. Das kommt dem Betrachter vor allem beim Anschauen eines Videos zugute, über einen tollen Sound beim Telefonieren darf man sich ebenfalls freuen. Daumen hoch und eine Erwähnung wert wie ich finde!

► (Fehlende) Funktionen:

  • Das Cubot H2 besitzt eine Benachrichtigungs-LED, die mich auf verpasste Anrufe, Nachrichten, etc. aufmerksam machen würde. Ich finde diese Funktion sehr nützlich und bedauere es jedes Mal, wenn sie fehlt. Allerdings können wir hier nicht von einer großen Benachrichtigungs-LED sprechen. Lediglich ein einzelner Punkt, gerade mal ein bisschen größer als ein Pixel blinkt hoffnungsvoll aus der oberen Ecke des Smartphones. Das mag vielleicht übertrieben klingen, in der Praxis ist die LED auch gut erkennbar, ich hätte es mir aber gerne etwas größer gewünscht. Die LED kann in den  Farben rot, blau und grün blinken, die entsprechenden Mitteilungsfunktionen können mit zugehöriger Farbe ausgewählt werden.
  • Auf einen Fingerabdruck-Sensor oder Augenscanner hofft man vergebens, denn die sind im Cubot H2 nicht vorhanden. Ehrlicherweise muss ich aber auch sagen, dass dieser im Low-Budget-Smartphone eher Nachteile als Vorteile gebracht hätte. Bereits im Cubot S500 war ein Fingerabdruck-Scanner verbaut, der mehr als fraglich war. Eine Trefferquote von 60% stört einfach im Alltag, dann lieber den Scanner weglassen als einen schlechten Sensor zu verbauen. Demnach bleiben nur die üblichen Sicherheits-/Entsperrungscode übrig wie z.B. der vierstellige Code, Muster oder Wischen.
  • Des Weiteren können bei ausgeschaltetem Display mithilfe des Smart-Wake-Up durch das Imitieren verschiedener Buchstaben bestimmte Funktionen direkt angesprochen werden. Zum Beispiel wird durch das Nachzeichnen des Buchstabens „c“ direkt auf die Kontaktdaten, bei „e“ direkt auf den Internetexplorer zurückgegriffen. Das spart Zeit und unnötiges Herumgedrücke. Allerdings lassen sich die Buchstaben NICHT individuell bestimmen, sondern sind – wie die Funktionen – vorher festgelegt und definiert worden.
  • Aufgrund des fehlenden Gyro-Sensors ist das Smartphone für den Einsatz von VR-Brillen und damit 3D-Spielen nicht gewappnet.

► Datenübertragung/Konnektivität:

Im Gegensatz zu anderen China-Handys unterstützt das Cubot H2 das schnelle 4G LTE Netz (Band 20), was in der zunehmend digitalen Welt von großem Vorteil ist. Somit können auch unterwegs Filme und Videos reibungslos angeschaut werden. Der Wechsel in das 2G- oder 3G-Netz funktionierte ebenfalls problemlos. Die Signalstärke der jeweiligen Netze waren sehr gut, ein totales Funkloch blieb aus. Getestet habe ich es einmal in einem kleinen Wald und in der Stadt. Meine Gesprächspartnerin und ich konnten jedenfalls keinen Unterschied feststellen. Sprachnachrichten per Whatsapp wurden ebenfalls gleichschnell übertragen.

Auch die Übertragung der auf dem Cubot H2 gespeicherten Daten wie z.B. Bilder und Videos erfolgte zügig. Der W-LAN-Empfänger überträgt die Daten mühelos in die Cloud, die Reichweite ist gut. Dennoch hatte ich an schlechten WLAN-Spots im Haus nur 1 Balken, wo ich sonst 2-3 habe. Die Verbindungen waren jedoch stabil und abbruchsfrei, zu Ladezeiten oder Pufferungen kam es auch bei YouTube-Videos nicht. Es kann sich also auch nur um einen Anzeigefehler gehandelt haben.  Wer lieber mit dem PC arbeitet kann die Daten per Kabel auf seinen PC übertragen. Beide Übertragungsweisen funktionierten im Test ohne Probleme.

cubot-h2-konnektivitaet

Daneben liefert das Cubot H2 noch weitere Features wie Luftsteuerung, Gestensteuerung, HotKnot, OTG, BLE, Cast-Bildschirm, OTA-Update, GPS, A-GPS. Bei den Sensoren wurde allerdings gespart, denn neben dem Licht-, Entfernungs- und G-Sensor hat man  auf einen Gyro- und Kompass-Sensor verzichtet. Wer unbedingt Geocaching betreiben möchte oder ohne eine 3D-Brille nicht mehr aus dem Haus geht, wird vor allem die beiden letzten Sensoren schmerzlich vermissen.

► Fazit:

Das Cubot H2 ist ein grundsolides Smartphone mit schönem Design und erstklassiger Verarbeitung. Als Eyecatcher dient die Rückseite des Smartphones, weshalb von der Verwendung des im großzügigem Lieferumfangs enthaltenen Schutzcases abzuraten ist. Als weiteres Highlight dient der große Akku, der in der Praxis mit 15 Stunden (DOT) überzeugen konnte. Allerdings ist das Smarphone dadurch recht schwer. Neben dem handelsüblichen 1,3 GHz-Prozessor wurden hier 3 GB RAM verbaut, sodass auch Gamerherzen höher schlagen dürfen. Das Display hat zwar keine Full HD-Auflösung, stellt die Inhalte aber dennoch klar und farbgetreu dar. Kleiner Wermutstropfen ist die Kamera, denn diese liefert nur durchschnittliche Bilder. Dafür besitzt das Cubot H2 eine Benachrichtigungs-LED und kann durch seine weiteren Features vollstens überzeugen.

Für mich richtet sich das Cubot H2 ganz klar an die Männer. Frauen dürfte das Smartphone zu groß und zu schwer sein. Die durchschnittliche Kamera wäre für sie ohnehin eine Qual. Ein waschechter Kerl steckt das Cubot H2 lässig in seine Hose und gibt auf der nächsten Feier damit an, dass er sich nicht mehr daran erinnern könne, wann er das H2 das letzte mal aufgeladen habe. So geht Coolness! Wer dann noch vor den Augen seiner Freunde eine Gaming-Runde einleitet und weiterzockt, wenn längst schon alle anderen Smartphones ausgefallen sind, der darf sich zurecht als den ausdauernden King präsentieren.

[+] Display (Schärfe, Kontrast)
[+] 2,5 D gebogen und randlos
[+] Android Lollipop 5.1 mit diversen Customizations
[+] exakte Bedienung über Touchscreen möglich
[+] nützliche Apps vorinstalliert
[+] 5.000 mAh Akku (über 15 Stunden Betriebszeit)
[+] 3 GB RAM (LPDDR3)
[+] Viele Sensoren und Funktionen
[+] Hohe Konnektivität durch 4G LTE-Unterstützung sowie 4.0 Bluetooth
[+] sehr gute Verarbeitung
[+] edles Design und Optik
[+] Benachrichtigungs-LED

[0] Kein Eyescanner oder Fingerprint
[0] keine „echte“ Dual SIM-Funktion
[0] nur 16GB, um 32GB erweiterbar
[0] Display-Auflösung: 1280 x 720
[0] Kamera

[-] keine Übersicht über alle Apps
[-] Kein Gyro- und kein Kompass-Sensor
[-] nur 16GB, um 32GB erweiterbar

Ich gebe dem Cubot H2 8,6 Sterne, da ich mir für die knapp 150€ eine bessere Kamera und einen größeren Speicherplatz gewünscht hätte.

Einkaufswagen Button

 

Video zum Cubot H2 – Unboxing, Test und Review

Bilder zum Cubot H2 – Unboxing, Test und Review

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2 Comments

  • Da mein altes Handy kaputt gegangen ist bin ich auf einer Suche nach einem neuen Handy. Mir gefällt dieses Handy sehr nur ich bin mir unsicher ob ich es kaufen soll da es ganz schön schwer ist

    • Da kann ich Ihnen leider auch nicht weiterhelfen. Es ist im Vergleich zu anderen Smartphones schon deutlich schwerer. Die neuen Cubot Modelle wie das Dinosaur oder das Cheetah sind viel leichter. Vielleicht einfach mal bei Ebay vorbeischauen, vielleicht gibt es dort bestimmte Exemplare günstiger.

      Ich wünsche Ihnen viel Erfolg, egal für welches Modell Sie sich entscheiden 🙂

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