Leagoo Alfa 2 im Test

9 Lieferumfang
8.5 Installation
8 Akku
8.5 Betriebssystem
9 Display
8.5 Hardware
8 Speicherplatz
8 Kamera
9.5 Funktionen
8 Konnektivität
8.5

Ich bewerte hier folgendes Produkt: Leagoo Alfa 2. Für diejenigen unter Ihnen, die lange Rezensionen hassen, gibt es die Möglichkeit direkt zum Fazit zu scrollen. Dort werden in aller Kürze auf die Vor- und Nachteile dieses Produktes eingegangen. Wer sich erst einmal (audio-)visuell berieseln lassen möchte, der findet am Ende mehrere Bilder und ein ausführliches Video zum Produkt. Allen anderen wünsche ich viel Spaß beim Lesen.
Ich habe dieses Produkt im Rahmen eines Produkttests zu vergünstigten Konditionen bekommen. Trotzdem habe ich es ehrlich, objektiv und kritisch begutachtet. Fake-Reviews findet man (leider) schon genug im Internet.

Testbericht zum Leagoo Alfa 2

► Kaufgrund:

Es sollte mal wieder ein neues Low-Budget-Smartphone meine Wege kreuzen. Mittlerweile gibt es zahlreicher dieser Phones. Gemeinsam haben sie alle, dass sie meist ein 5 Zoll Display, 1 GB RAM und 16 GB Arbeitsspeicher haben. Zusätzliche Funktionen oder eine gute Kamera sucht man in diesem Preisbereich (unter 100€) meist vergeblich. Ob das Leagoo Alfa 2 ein weiterer Copy-Abklatsch ist oder durch neue Features punkten kann, erfahrt ihr im folgenden. Vollständigkeitshalber: Gaming-Smartphones dürfen wir natürlich nicht erwarten, dennoch sollte das Smartphones den täglichen Aufgaben wie Surfen, Whatsapp und Telefonieren mehr als gewachsen sein und eine verzögerungsfreie Bedienung gewährleisten.

► Lieferumfang:

Das Leagoo Alfa 2 wird in einer schlichten Box geliefert. Auffallen geht definitiv anders. Im Lieferumfang befinden sich neben dem Alfa 2 eine mehrsprachige Bedienungsanleitung, ein Trocken- und ein Feuchttuch sowie eine weitere Display-Schutzfolie. Zur großen Überraschung meinerseits lag sogar ein Kopfhörer mit Steuerungseinheit bei. Den hätte ich bei diesem Preis nicht erwartet. Zum Aufladen des Leagoo Alfa 2 wird natürlich das Ladekabel sowie der Steckdosen-Adapter bereitgestellt. Geliefert wurde es mit 86% Akkuleistung.

leagoo alfa 2 unboxing leagoo alfa 2 unboxing

► Installation:

Die Installation verläuft etwas schleppend, da man sich durch viele unnötige Text-Wall klicken muss und immer wieder gefragt wird, ob man jenes überspringen möchte. Ja, ich will … Das geht bei anderen Smartphone-Herstellern definitiv schneller. Ist aber alles nur halb so will, einmal eingestellt ist das Leagoo Alfa 2 direkt betriebsbereit. Klickt man sich wild durch die Installation vergeht ca. 1 Minute, wer sich natürlich alles genauestens durchlesen möchte der darf auch mal gerne 5 Minuten aufwenden. Nach der Installation stehen dem Smartphone nur noch 10,87 GB zur freien Verfügung. Hoppla, das bedeutet das bereits 32,06% verbraucht sind, also fast ein Drittel, obwohl noch keine Dateien von uns drauf sind. Das geht definitiv besser.

► Akkuleistung:

In dem Leagoo Alfa 2 ist ein 2600 mAh Akku verbaut. Dadurch ist es zwar nicht wirklich schwach auf der Brust, eine Performance-Granate können wir aber auch nicht erwarten. Bei höchstmöglicher Helligkeit versagen dem Smartphone nach knapp 5 Stunden und 40 Minuten die Kräfte. Wer den Akku bis auf das Letzte ausreizen möchte, der kann im Saving-Modus und bei geringer Helligkeit auch 8 Stunden aus dem Alfa 2 herauskitzeln. Damit übersteht das Low-Budget-Smartphone im Normalfall ein Tag, bei entsprechend schonender oder nicht übermäßig starker Nutzung von Games und Co. vorausgesetzt. Wie bei den meisten Geräten beträgt auch hier die Ladedauer ca. 2:30 Stunden. Noch eine wichtige Notiz: Der Akku ist NICHT herausnehmbar, obwohl man die Rückseite des Leagoo Alfa 2 abnehmen kann.

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► Betriebssystem:

Wer schon mal ein Android-Gerät sein Eigen nennen durfte, der dürfte sich auch mit dem Leagoo Alfa 2 auskennen. Das Android-Betriebssystem Lollipop 5.1 bietet alle notwendigen Funktionen und arbeitet solide. Da das Smartphone über sogenannte Soft-Buttons verfügt, können die üblichen Funktionen wir Home-Button, Return-Button und Tab-Button zielgerichtet angesteuert werden. Besonders cooles Feature: Beim Berühren des Displays leuchtet die Home-Taste grün, die beiden anderen sind weiß hinterlegt. So ist auch ein Bedienen im Dunklen möglich. Die diversen Einstellungsmenüs wie beispielsweise Helligkeit, W-LAN, Bluetooth, Audioprofil, usw. können leicht aufgerufen werden, indem man über das Display von oben nach unten streicht. Für meinen Geschmack hat Leagoo etwas zu viele Apps drauf gepackt, mehr Speicherplatz hätte ich besser gefunden zumal der Nutzen einiger Apps fragwürdig sein dürfte. Die Bedienung gelingt über das Touch-Display hervorragend, beim Öffnen der Google-Chrome-App oder beim Aufrufen von mehreren Tabs gleichzeitig treten manchmal kleinere Verzögerungen auf. Diese betragen zwar NICHT einmal 0,5 Sekunden, man merkt aber, dass das Smartphone überlegen muss, was es machen soll. Zu diesem Preis finde ich das allerdings verschmerzbar, wie gesagt: Störend ist es nicht, dem ein oder anderen dürfte es nicht einmal auffallen. Ansonsten verläuft das Betriebssystem flüssig und ohne Probleme. Noch ein kleiner Hinweis an dieser Stelle, da ich mich selbst dumm und dämlich gesucht habe. Wer mit dem Leagoo Alfa 2 einen Screenshot vom Display aufnehmen möchte, der muss den Power-Button und die Taste „Lautstärke reduzieren“ drücken. Nur beim gleichzeitigen Betätigen dieser Tasten wird ein Screenshot erzeugt. Ist man zu langsam reguliert man die Lautstärke und der unschöne Balken ist auf dem Screenshot zu erkennen.

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► Display:

Eingebaut ist ein 5 Zoll Display mit einer Auflösung von 1280 x 720, welches sich durch seine hervorragende Schärfe und Kontrast auszeichnet. Auch im AnTuTu-Test konnten die verschiedenen Grau-Töne sowie die gute Farbdarstellung überzeugen. Pixelfehler in Form eines toten Pixels gab es NICHT. Das Display ist für dieses Preissegment hervorragend und ich habe NICHTS zu meckern. Es ist blickwinkelstabil und als Multi-Touch-Display können bis zu 5 Finger gleichzeitig herumfuhrwerken, was ohne Probleme funktionierte. Allerdings hat man danach einige Fingerabdrücke als Geschenk zurückgelassen. Im Vergleich zu anderen Smartphones haben wir hier zwar angeblich auch ein gekrümmtes/gebogenes Display, in der Praxis fällt dies aber kaum auf. Hier wirkt es eher als sei das Display in einem weiteren Rahmen eingespannt worden. Zudem weist der Rand durch seine schwarzen Balken keinen fließenden Übergang auf. Der Krümmungseffekt geht dadurch verloren. Wer ebenfalls ein Full-HD-Display sucht, der sollte sich woanders umschauen. Dies hat bisher noch nicht Einzug in den Low-Budget-Bereich gefunden. Full-HD benötige ich aber auf so einem kleinen Display – meiner Meinung nach – aber ohnehin nicht.

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► Technische Daten / Benchmark:

Das Leagoo Alfa 2 kommt mit 1 GB RAM, 16 GB Speicherplatz und einem MTK6580A Octa-Core mit 1,3 GHz. Im AnTuTu-Test erreicht es damit 24.392 Punkte. Damit erreicht es ungefähr das Niveau eines Samsung Galaxy S4, wir liegen jedoch knapp 2.000 Punkte darunter. Was sagt uns dieser Test? Für Normalsterbliche reicht dies völlig aus. Wer lediglich das Alfa 2 zum WhatsAppen, Facebook, Twitter, Telefonieren, Surfen und Videos anschauen benutzt, der braucht sich darum keine Gedanken zu machen. Diese Aufgaben erledigt das Handy ohne Probleme. Wer jedoch gerne viele, schnelle und grafiklastige Spiele zockt, der wird vor allem im Low-Budget-Bereich kein zufriedenstellendes Gerät finden. Die Performance ist gut und zu dem Preis absolut in Ordnung.

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► Speicherplatz / Dual-SIM:

Sehr positiv an dem Leagoo Alfa 2 ist, dass es über eine echte Dual-SIM-Funktion verfügt, d.h. selbst bei einer zulässigen Speicherweiterung von bis zu 32 GB (per Micro-SD) bleiben dem Anwender 2 freie SIM-Kartenslots zu Verfügung. Wer private und berufliche Nummern immer und ständig dabei haben muss, wird sich über dieses Feature besonders freuen. Dass aber nach der Installation nur noch knapp 2/3 an freiem Speicher zu Verfügung stehen ist weniger schön.

► Kamera:

Die Frontkamera wird mit 5 Megapixel, die Rückkamera mit 13 Megapixel angegeben. Hierbei sollte es sich jedoch bereits um die interpolierten Werte handeln. Vermutlich ist wie bei den meisten günstigen Smartphones mit 3 MP und 8 MP zu rechnen. Die Ergebnisse der Kamera sind nämlich durchschnittlich. Die Farben wirken teilweise etwas blass, insbesondere bei schlechten Lichtverhältnissen. Ansonsten ist die Kamera zu diesem Preis in Ordnung. Wer oft Instagramm benutzt oder gerne Selfies macht muss deshalb mit Abstrichen rechnen. Bei gutem Licht ist die Qualität der Bilder gut, der WOW-Effekt bleibt allerdings aus. Dafür wirken die Bilder beim Heranzoomen teilweise schon zu matschig. Der Bildstabilisator verrichtet allerdings eine gute Arbeit. Die diversen Einstellungsmenüs „Landschaft“, „Bewegung“, usw. sind zwar nützlich verbessern die Qualität der Bilder aber leider NICHT merklich. Insgesamt würde ich der Kamera 4 von 5 Sternen geben, da zu dem Preis leider NICHT viel mehr drin ist.

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► Design & Verarbeitung:

Das Design ist schlicht, der dunkle Grauton glänzt im metallischen Look. Einen Eyecatcher gibt es – wenn überhaupt – nur auf der Rückseite. Dort wird eine Zone mit weißen Strich hervorgehoben mit deren Hilfe verschiedene Aktionen ausgelöst werden können. Das Leagoo Alfa 2 ist ein zeitloses und modernes Smartphone für jedermann, egal welchen Geschlecht, egal welches Alters. Extravagante Personen oder Snobs dürften jedoch von dem Design gelangweilt sein. Die Verarbeitungsqualität des Smartphones ist ebenfalls sehr gut. Es sind keine offensichtlichen Spalten zu sehen, die Druckpunkte der seitlichen Tasten sind hervorragend, der Aluminium-Metallrahmen ist robust und hochwertig.

► (Fehlende) Funktionen:

Das Leagoo Alfa 2 verfügt über eine Benachrichtigungs-LED. Juhu! Endlich hat es diese Funktion auch in ein Low-Budget-Smartphone geschafft. Allerdings gibt es hierfür KEINE separate LED. Vielmehr dient die ohnehin schon beleuchtete Home-Taste als Benachrichtigungs-Licht. Bei verpassten Anrufen beispielsweise leuchtet diese dann auf und blinkt.
Das Touchfeld auf der Rückseite des Smartphones ist eine innovative Idee und mal was anderes. Hält man sie bei geöffneter Kamera gedrückt, so schießt das Handy ein Foto. Ebenfalls praktisch ist die Bedienung des Feldes beim Scrollen oder Wechseln von den Apps. Hier reicht ein Wisch und die Funktion wird erfolgreich ausgeführt. Allerdigns funktionierte die besagte Doppel-Tap –Funktion nicht. Ich habe die Funktion im System angeschaltet und mehrmals getestet. Ich konnte meinen Bildschirm weder entsperren noch aktivieren. Das fand ich etwas schade, denn diese Funktion würde das Entsperren erheblich erleichtern. Warum man dieses Feld ebenfalls NICHT für einen Fingerabdruck-Sensor nutzen kann, bleibt mir ein Rätsel. Hier hätte man 2 praktische Sachen miteinander verbinden können. Schade, vielleicht beim nächsten Mal.
Darüber hinaus verfügt das Alfa 2 über eine Smart-Wake-up-Funktion, die ein schnelles Zugreifen auf bestimmte Apps per Nachmalen der Buchstaben ermöglicht. So führt das Malen eines C zum Öffnen der Kamera (c=camera). Dies funktionierte wiederum im Test ohne Probleme.
Auffallend ist zu dem der „Plattenspieler des linken Bildschirms“. Hierbei handelt es sich um eine App, die Musiktitel schnell wiedergeben soll. Das Ganze erinnert etwas an den Windows Media Player, denn es ist auch möglich sich eine Playlist zusammen zu stellen sowie nach Interpreten, Alben und Titeln zu suchen. Ausprobiert habe ich ihn allerdings nicht. Die verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten schauen jedoch vielversprechend aus.

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► Datenübertragung / konnektivität:

Schließt man das Leagoo Alfa 2 über den PC an, kann man festlegen wie es gehandhabt werden soll. Alternativ bleibt die Einstellung als USB-Speichergerät bestehen. Sowohl die Bilder als auch die Videos konnte ich problemlos auf meinen PC übertragen.
Der Wechsel in das 2G- oder 3G-Netz funktionierte ebenfalls problemlos. Die Signalstärke der jeweiligen Netze waren sehr gut, ein totales Funkloch blieb aus. Leider unterstützt das Alfa 2 KEIN 4G LTE-Netz. Wer darauf nicht mehr verzichten kann, sollte sich nach einem anderen Smartphone umschauen. Weitere Funktionen sind die GPS-Unterstützung, der
G-Sensor, Annäherungssensor, Umgebungslichtsensor sowie das 4.0 Bluetooth.

► Fazit:

Das Leagoo Alfa 2 richtet sich in erster Linie an Personen, die ein qualitativ gutes Smartphone suchen und dafür nicht viel Geld ausgeben wollen. Wer ein Handy sucht mit dem man ab und an telefonieren kann und auch sonst über whatsapp und facebook die sozialen Kontakte aufrecht erhält, für den ist das Alfa 2 perfekt! Der 2600 mAh starke Akku hält bei dieser Nutzung locker einen Tag durch, die einfache Bedienung des Smartphones dank Android 5.1 sowie die Benachrichtigungs-LED sind wie gemacht dafür. Die Kamera ist hingegen nur durchschnittlich und es sind bereits viele, unnötige Apps auf dem Handy vorhanden, was den freien Speicherplatz gerade mal auf zwei Drittel der versprochenen 16GB reduziert. Die Verarbeitung ist hingegen erstklassig, das Touchfeld auf der Rückseite vereinfacht die Steuerung weiter. Insgesamt ist das Alfa 2 ein sehr solides Low-Budget-Smartphone. Heavy-User oder Gamer werden aufgrund der performanceschwachen Hardware ihre Ansprüche zurückschrauben müssen.

[+] Display
[+] Verarbeitung
[+] Steuerung/Bedienung
[+] Touchfeld an der Rückseite
[+] Lieferumfang
[+] Android 5.1
[+] Speicherplatz erweiterbar (Mirco SD-Karten mit bis zu 32 GB)
[+] Echter Dual-SIM-Slot
[+] Benachrichtigungs-LED

[0] überladene Apps
[0] Kein Eye- oder Voicescan als Sicherheitsfunktion
[0] mittelmäßige Hardware/Performance
[0] Kamera

[-] keine 4G-LTE Unterstützung
[-] Klangqualität der Kopfhörer
[-] Screenshot-Funktion

Ich gebe dem Leagoo Alfa 2 8,5 Sterne, da es zuverlässig arbeitet und zu dem Preis sehr gut ist. Lediglich die Kamera könnte besser sein

Preisvergleich zum Leagoo Alfa 2



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Video zum Leagoo Alfa 2 – Unboxing, Test und Review

Bilder zum Leagoo Alfa 2 – Unboxing, Test und Review

produktbeschreibung

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