Smartphone CUBOT P11 im Test

CUBOT P11 Test -Rückseite
10 Lieferumfang
9.5 Installation
8 Akku
7.5 Betriebssystem
7.5 Display
6 Hardware
5 Speicherplatz
6.5 Kamera
5.5 Fehlende Funktionen
9 Datenübertragung
7.5

Ich bewerte hier folgendes Produkt: Smartphone Cubot P11. Für diejenigen unter Ihnen, die lange Rezensionen hassen, gibt es die Möglichkeit direkt zum Fazit zu scrollen. Dort werden in aller Kürze auf die Vor- und Nachteile dieses Produktes eingegangen. Wer sich erst einmal (audio-)visuell berieseln lassen möchte, der findet am Ende mehrere Bilder und ein ausführliches Video zum Produkt. Allen anderen wünsche ich viel Spaß beim Lesen.
Ich habe dieses Produkt im Rahmen eines Produkttests zu vergünstigten Konditionen bekommen. Trotzdem habe ich es ehrlich, objektiv und kritisch begutachtet. Fake-Reviews findet man (leider) schon genug im Internet.

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Testbericht zum Smartphone Cubot P11

► Kaufgrund:

Heutzutage zählen Smartphones zu den Grundbedürfnissen. Kaum jemand kann ohne sie auskommen. Doch die Produktvielfalt ebenso die Preisspannen sind enorm. Ich suchte ein Ersatz-Smartphone für meine Freundin im Preissegment bis maximal 100€. Warum so preiswert? Ich bin der Meinung bin, dass Handys sehr kurzlebig sind und spätestens nach 1-2 Jahren ausgetauscht werden – sei es wegen der Hardware oder der geplanten Obsoleszenz. Die Anforderungen an das Smartphone? In erster Linie benutzt sie es immer noch um angerufen zu werden oder telefonieren zu können. Es sollte vom Design her ansprechend und nicht zu dick sein. Viele Spielereien oder tonnenweise App-Junk möchte ich und sie vermeiden. Die Bedienung sollte simple sein, der Akku mindestens einen Tag überstehen! Den Gebrauch des Internetbrowsers sowie nützliche Apps (Whatsapp, Skype, facebook, etc.) sollte das Smartphone schnell, ruckelfrei und ohne Probleme erledigen können. Anspruchsvolle Spiele sind zweitrangig, ein scharfes und helles Display dennoch Pflicht.

► Lieferumfang:

Das Smartphone CUBOT P11 wird in einer edlen, vergoldeten Box geliefert, auf der in silberne Schrift das Wort „CUBOT“ zu sehen ist. Der Lieferumfang kann sich durchaus sehen lassen:
– Cubot P11 Smartphone
– Akku zum Einsetzen
– USB-Kabel
– Ladegerät für die Steckdose
– Schutzfolie mit Reinigungstuch
– transparentes Schutzcase (nur Rückseitenschutz) mit Reinigungstuch
– Bedienungsanleitung/Benutzerhandbuch/Quick-Start-Guide
Hier lässt CUBOT wirklich keine Wünsche offen. Herausnehmbarer und damit austauschbarer Akku, super! Das Kaufen einer Displayschutzfolie kann ich mir sparen, denn selbst diese ist samt Reinigungstuch dabei. Vorher sollte man allerdings die beiden Folien (1x Abziehfolie und 1xweitere Staubschutzfolie) auf dem Display entfernen. Selbst an ein Schutzcase hat CUBOT gedacht. Dieses schützt allerdings nur die Rückseite und agiert als Bumper. Durch den großzügigen Lieferumfang spare ich mir geschätzt weitere 10-20 Euro. Hier könnten sich andere Hersteller schon mal eine Scheibe von abschneiden.

► Installation:

Die erstmalige Installation des CUBOT P11 dauert nicht mal 1 Minute. So schnell und einfach habe ich ein Produkt selten betriebsbereit erlebt. Auch sind die Funktionen bereits ohne eine eingelegte Sim-Karte zu benutzen. Das Smartphone kommt mit einem Speicherplatz von 8 GB, zur freien Verfügung stehen nach der Installation aber nur noch 5 GB. Angekommen ist das P11 mit einem Akkustand von ca. 45%.

► Akku:

Nach dem Öffnen folgt meist das erstmalige Laden. Aufgeladen wird das CUBOT P11 ganz normal per USB-Kabel (in Verbindung mit dem Netzadapter). Wirklich beeindruckend ist, dass der 2200 mAh Akku herausnehmbar und damit auch austauschbar ist. Das ist beim derzeitigen Trend leider nur noch sehr selten der Fall. Meines Wissens nach besitzt das Smartphone keine Schnellladefunktion. Das merkt man auch, denn eine vollständige Aufladung von 0% auf 100% dauert zu Beginn gute 2 Stunden. Der Akku kann aber durchaus überzeugen. Abends muss man ihn zwar aufladen, bei normaler Nutzung übersteht er aber locker den Tag. Tests auf Geekbench untermauern dies.

► Betriebssystem:

Das Betriebssystem ist das Android Lollipop 5.1. Wer sich mit den Android-Systemen auskennt, der wird sich auch hiermit schnell zurechtfinden. Über die verschiedenen Symbole kann man seine vorherige Aktion umkehren (Kreis) oder sich die geöffneten Tabs (Viereck) anzeigen lassen. Die diversen Einstellungsmenüs können leicht aufgerufen werden, indem man über das Display von oben nach unten streicht. Des Weiteren besitzt das P11 von Werk aus viele nützliche Apps. Einen echten Junk-Friedhof oder nervige Abo-Apps konnte ich nicht entdecken. Die Symbole der Apps sind klar und deutlich, das Design richtet sich – meiner Meinung nach – aber eher an die männliche Generation. Meiner Freundin gefällt es trotzdem. Ob sich das Smartphone rooten lässt, habe ich nicht getestet.

► Display:

Eingebaut ist ein 5 Zoll IPS-Display mit einer Auflösung von 1280 x 720, welches sich durch seine hervorragende Schärfe und Kontrast auszeichnet. Andere Smartphones weisen da eine deutlich höhere (absurdere) Pixeldichte auf, aber mal ehrlich: Ein 5-Zoll-Bildschirm ist jetzt kein krasser Flachbildfernseher, bei dem ich aus 3 Meter Entfernung darauf starre. Die Pixeldichte ist in meinen Augen vollkommend ausreichen, das Display gibt die verschiedenen Bilder oder Videos farbgetreu und ohne Ruckler wieder. Die Wisch- sowie die Touch-Funktion sind erstklassig, sodass ein bequeme Alltagstauglichkeit herrscht. Da es kein mattes Display ist, hat es ab und an mit Lichtreflexionen zu kämpfen. Dies ist aber ein allgemeines Smartphone-Probleme und daher NICHT P11-spezifisch. Die Helligkeit kann über den Helligkeitsregler (Balken) angepasst werden. Obligatorisch können auch verschiedene Modi wie z.B. adaptive Helligkeit ausgewählt werden, sodass sich das Display den Lichtverhältnissen automatisch anpasst. Der Bildschirm ist bereits ab Werk auf „automatisch drehen“ eingestellt werden.

► GPU, CPU, RAM – Technische Daten:

Die genauen Daten des CUBOT P11 entnehmen Sie bitte der Produktbeschreibung. Mit diesen möchte ich Sie nicht langweilen. Mir geht es hier viel mehr um die Alltagstauglichkeit. Der 1,3 GHZ Quad-Core in Verbindung mit dem 1 GB Arbeitsspeicher und der Grafikkarten erlauben dem Display eine farbgetreue Wiedergabe. Normale Aufgaben erfüllt das P11 zuverlässig und schnell. Das Aufrufen der einzelnen Apps oder das Abspielen der Videos geschieht innerhalb eines Bruchteils einer Sekunde. Die Internetseiten – bei entsprechender Internetverbindung vorausgesetzt – werden zügig geladen und der Flashplayer arbeitet einwandfrei. Für anspruchsvolle Spiele oder zum Erledigen von multiplen Aufgaben gleichzeitig, ist das Smartphone aber nicht gedacht. Hier stößt es dann schnell – aufgrund des geringen Arbeitsspeichers – an seine Grenzen. Zum Telefonieren oder Surfen für unterwegs ist es aber bestens geeignet.

► Speicherplatz/SIM-Karte:

Das CUBOT P11 gibt es nur in einer 8 GB-Variante, was angesichts der heutigen Anforderungen – aus meiner Sicht – ein großer Nachteil ist. Bilder und Videos müssen alle gespeichert werden. Da nach der Installation nur noch knapp 5 GB zur freien Verfügung stehen, ist eine zusätzliche Speicherkarte fast Pflicht. Zum Glück unterstützt das Smartphone eine Micro-SD/TF-Karte mit bis zu 32 GB. Bei der Bestellung daher am besten direkt eine entsprechende Karte mitliefern lassen. Für meine Freundin ein Muss, mit 5 GB käme sie gerade mal 2 Tage aus. Des Weiteren unterstützt das Handy die duale Sim-Karten-Funktion (2 Sim-Karten gleichzeitig), der zusätzlich freie Platz für die SD-Karte bleibt davon unberührt.

► Kamera:

Die Frontkamera (für Selfies) hat 2 MP, die Linse auf der Rückseite schlägt mit 8 MP zu Buche. Das hört sich nach nicht viel an, in der Realität kann die Kamera auch nicht wirklich überzeugen. Insbesondere bei schlechten Lichtverhältnissen werden die Bilder unscharf (Crop) und wirken bleich. Somit sind schöne Partyfotos oder Collagen in der Abenddämmerung mit dem P11 schwierig. Der duale Blitz, der auch als Taschenlampe dienen kann, kann in einigen Fällen zwar Abhilfe schaffen, ein nachttaugliches Gerät wird es deshalb aber nicht. Der Bildstabilisator und das Fixieren von bestimmten Objekten funktioniert hingegen in Ordnung. Bei guten Lichtverhältnissen kann man über die Farbtreue NICHT meckern. Die Kamera lässt einen 4-fach Zoom zu, das Ergebnis ist allerdings aufgrund der hohen Unschärfe nicht zu gebrauchen. Machen wir uns nichts vor. Für unter 100 Euro, muss es irgendwo hapern. Die Kamera hat hier ganz klar unter dem guten Preis gelitten.

► Design & Verarbeitung:

Das Design des CUBOT P11 spielt in der oberen Liga mit. Als Unwissender würde man das Smartphone im mittleren Preissegment zwischen 200-300€ ansiedeln. Die Vorderseite ist im schlichten Silber gehalten und wird durch das großzügige Display unterstützt. Ein echtes Highlight ist die Rückseite. Diese ist sehr modern und verspielt gestaltet, das transparente Schutzcase deshalb sinnvoll.
Die Einzelteile sind gut verschraubt, was dem CUBOT-Gerät einen robusten Eindruck verleiht. Die Verarbeitungsqualität ist für diese Preisklasse überdurchschnittlich gut, wie ich finde. Offensichtliche Mängel, scharfe Kanten oder unsaubere Arbeiten konnte ich jedenfalls nicht entdecken.

► Fehlende Funktionen:

Das CUBOT P11 besitzt KEINE Benachrichtigungs-LED, die mich auf verpasste Anrufe, Nachrichten, etc. aufmerksam machen würde. Persönlich finde ich diese Funktion sehr nützlich, andere sind hingegen froh, wenn diese wegfällt.
Als Sicherheits-/Entsperrungscode dienen nur die herkömmlichen Dinge wie z.B. der vierstellige Code, Muster oder Wischen. Neuartige Features wie Fingerabdruck, Augen- oder Voicescan bleiben den Premium-Smartphones vorenthalten.
Größte Schwäche des P11 in der zunehmend digitalen Welt ist aber, dass es KEINE LTE-Unterstützung bietet. Wer darauf verzichten kann, dürfte mit dem herkömmlichen Netz keine Probleme haben.

► Datenübertragung:

Daten können über den guten W-LAN-Empfänger in die Cloud geladen werden oder man verbindet das CUBOT-Modell per Bluetooth mit einem anderen Endgerät. Beides funktionierte im Test spielend einfach, die Verbindungen waren stabil und abbruchsfrei.  Das Überspielen der Daten auf den PC erfolgt per USB-Anschluss. Ob und wie einfach dies funktioniert, habe ich noch nicht getestet.

► Fazit:

CUBOT beschränkt sich auch bei seinem Einsteiger-Smartphone auf das Wesentliche. Das CUBOT P11 kann vor allem durch sein außergewöhnliches Design und gutem Display überzeugen. Für unter 100 Euro bekommt man einen guten Allrounder, der die Hardware für einen guten Alltagsgebrauch liefert. Ein Heavy-User oder Gamer sollte aber an die Hardware keine zu hohen Ansprüche stellen. Die Kamera ist durchschnittlich und hat insbesondere mit schlechten Lichtverhältnissen zu kämpfen. Dennoch ist das CUBOT P11 für den täglichen Bedarf sehr gut. Hierzu verhilft ihm auch der austauschbare Akku, der im Normalfall locker einen Tag übersteht. Der hohe Produktionsstandard und die gute Verarbeitungsqualität wappnen das Smartphone gegen die täglichen Gefahren und sorgen für einen langen Lebenszyklus. Meiner Freundin gefällt es. Puh, Glück gehabt!

[+] Display (Schärfe, Kontrast, Auflösung)
[+] Verarbeitungs-/Materialqualität
[+] Android Lollipop 5.1 (keine Junk-Apps, einfache Bedienung)
[+] Außergewöhnliches Design
[+] Speicherplatz erweiterbar (TF Karten mit bis zu 32 GB)
[+] Austauschbarer/Herausnehmbarer Akku
[+] Dual Sim
[+] Preis-Leistungs-Verhältnis

[0] 8 GB Speicherplatz
[0] 1 GB Ram
[0] keine neuartigen Sicherheitsfunktion (Eye-print, finger-print, etc.)

[-] Kamera
[-] keine LTE-Unterstützung
[-] keine Benachrichtigungs-LED

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Video des CUBOT P11 – Unboxing, Installation, Hands-On, Test und Review

Bilder des CUBOT P11 – Unboxing, Installation, Hands-On, Test und Review

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