UMI Z im Test

10 Installation
9.5 Betriebssystem
9 Display
4 Akkulaufzeit
10 Technische Daten
8 Kamera
9 Verarbeitung
9 Funktionen
8.6

Ich bewerte hier folgendes Produkt: UMI Z. Für diejenigen unter Ihnen, die lange Rezensionen hassen, gibt es die Möglichkeit direkt zum Fazit zu scrollen. Dort werden in aller Kürze auf die Vor- und Nachteile dieses Produktes eingegangen. Wer sich erst einmal (audio-)visuell berieseln lassen möchte, der findet am Ende mehrere Bilder und ein ausführliches Video zum Produkt. Allen anderen wünsche ich viel Spaß beim Lesen.
Ich habe dieses Produkt im Rahmen eines Produkttests zu vergünstigten Konditionen erhalten. Trotzdem werde ich das UMI Z ehrlich, objektiv und kritisch begutachten. Fake-Reviews findet man (leider) schon genug im Internet.

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Testbericht zum UMI Z

► Kaufgrund:

Das Smartphone als ständiger Wegbegleiter sollte in der heutigen Zeit natürlich einiges können. Mit seinem 5,5″ großen Display und der hervorragenden Hardware ist das UMI Z sowohl für den gewöhnlichen Einsatz als auch zum Spielen denkbar. Natürlich hat es Dual SIM, mehrere Sensoren, Full HD, und und und. Jeder der momentan gerade auf der Suche nach einem schnellen und hochauflösenden Smartphone ist, sollte sich das UMI Z näher anschauen, denn hier gibt es ein Top-Produkt zu passablen Preis!

► Lieferumfang:

Der Lieferumfang des UMI Z ist recht überschaubar. Überraschend ist dies allerdings nicht, denn bereits beim UMI Plus lag nur das Notwendigste bei. Neben der handelsüblichen Bedienungsanleitung liegen noch das Ladekabel, der Adapter für das Ladekabel und eine SIM-Nadel bei. Das Display des Smartphones wird durch eine Folie geschützt, die genannten Einzelteile sind in einer schwarz-transparenten Box verborgen.

Der konkrete Lieferumfang des UMI Z beträgt demnach:

1x UMIDIGI Z Smartphone
1x Schnellkabel USB-Typ-C-Kabel
1x PE + Schnellladegerät
1x SIM-Werkzeug
1x Benutzerhandbuch

Umi Z – Unboxing und erster Eindruck [DEUTSCH] | Teil 1 von 2

► Akkuleistung:

Das Herzstück des UMI Z ist ein 3.870 mAh starker Lithium-Ionen-Akku. Dieser ist allerdings nicht herausnehmbar und nur über Umwege zu erreichen. Wunder darf man davon nicht erwarten, für die 1-Tag-Nutzung sollte es aber allemal reichen. Dafür verfügt das UMI Z aber über eine Quick-Charge-Funktion, die das Smartphone zügig auflädt. Im Durchschnitt vergehen für eine volle Akku-Aufladung 2 Stunde und 28 Minuten.

Erfreulich ist hierbei, dass der Akku beim Laden und im normalen Betrieb eine angenehm kühle Temperatur beibehält. Dies ist bei längeren Gaming-Sessions leider nicht der Fall. Spielt man anspruchsvollere Spiele über einen längeren Zeitraum hinweg (> 30 Minuten), so erreicht der Akku des UMI Z eine Temperatur von 50°C. Ob oder inwiefern dies die Lebensdauer des Akkus beeinträchtigt, wird wohl nur ein Langzeittest zeigen können.

Die angegebene Standby-Zeit von 15 Tagen ist aber seitens des Herstellers stark übertrieben, denn bereits über Nacht (nach 6-8 Stunden) verliert das UMI Z zwischen 2-6% an Akkuleistung, abhängig davon ob das WLAN, die BT-Funktion oder Apps im Hintergrund laufen.

Abschließend kann man aber davon ausgehen, dass der Akku für viele User ausreichen sollte. Nur wer sein UMI Z nicht über Nacht laden kann, sollte sich nach einer Powerbank umschauen. Alle anderen Nutzer kommen mit dem 3.870 mAh Akku in der Regel mit einem Tag aus.

UPDATE: Nach mehreren Wochen des Testens konnte ich feststellen, dass die Prozessoren enorm viel Energie verbrauchen. Mittlerweile verbraucht das UMI Z im Standby-Modus bei “Intelligenter Sparmodus aktiviert” 10% des Akkus innerhalb von 8 Stunden. Das ist völlig übertrieben und mir so noch nie untergekommen. Lädt man das Handy nicht jeden Tag auf, so kann es sein, dass das Smartphone – OHNE Benutzung – nach 2-3 Tagen einfach tot ist. Hierbei haben auch keine Neustarts, Zurücksetzen auf Werkseinstellungen oder verschiedene Sparmodi geholfen. Es konnten immer zwischen 8-13% Verlust über eine Dauer von 8 Stunden ermittelt werden. Das ist definitiv zu viel und gibt klar Punktabzug!

► Betriebssystem:

Das UMI Z wird derzeit noch mit Android 6.0 geliefert; in der Amazon Beschreibung ist aber bereits zu lesen, dass das Update auf Android 7.0 in naher Zukunft erscheinen soll. Der Startbildschirm wirkt aufgeräumt und übersichtlich. Auf Bloatware und (Verschlimm-)Verbesserungen hat man glücklicherweise verzichtet.

Neu am UMI Z ist der Hart-Button an der Unterseite. Dieser übernimmt die “Rückkehr zum Startbildschirm”-Funktion. Allerdings lassen sich die drei handelsüblichen Soft-Buttons per Einstellungen aktivieren, schön sieht das aber nicht aus! Ohne diese fällt die Steuerung aber zum Teil umständlich aus, da in manchen Situationen (bestimmte Apps/Spiele) keine “Zurück”-Funktion angezeigt wird. Drückt man nun die mechanische Taste, so fliegt man auf den Startbildschirm zurück und muss sich vielleicht durch die Einstellungen erneut durchkämpfen.

Was mir am UMI Z sehr gut gefällt ist die Benachrichtigungs-LED, auch Harlequin-Funktion genannt. Diese lässt sich mit diversen Funktionen belegen und es kann zwischen den Farben Rot, Blau und Grün gewählt werden. Zudem ist diese groß genug, dass sie auch in der Praxis auf verpasste Anrufe etc aufmerksam macht!

TIPP: Tastentöne in den Einstellungen deaktivieren. Diese sind standardmäßig aktiviert und haben mich bereits nach wenigen Sekunden in den Wahnsinn getrieben. Wie man die Tastentöne ausschaltet, erfahrt ihr hier.

► Speicherplatz/Dual-SIM:

Das UMI Z kommt mit 32 GB Speicherplatz daher. Zur freien Verfügung stehen aber lediglich 24,31 GB. Das sollte aber fürs erste reichen, wenn man nicht all zu viele Bilder, Videos oder Apps installieren möchte.

Wer dennoch mehr Speicherplatz benötigt, kann auf externe Micro-SD-Karten von  bis zu 256 GB zurückgreifen. Dieser zusätzliche Speicher geht aber zu Lasten der zweiten SIM-Karte, wie wir gleich feststellen werden.

Einen ersten Hinweis, dass es sich beim UMI Z um einen Hybrid-Slot handeln muss, gab bereits die SIM-Nadel. Nach dem Öffnen des SIM-Slots folgte dann die Gewissheit; wie bereits beim UMI PLUS festgestellt werden musste, verfügt auch das UMI Z über keinen “echten” Dual  SIM-Slot, d.h. der Nutzer muss sich zwischen einer zweiten SIM-Karte ODER einer Speicherplatzerweiterung entscheiden

► Display:

Das 5,5 Zoll große Display kommt aus dem Hause Sharp, welches auf der LTPS LCD Technologie basiert bzw. auf der IGZO-Technologie beruht. Indium-Gallium-Zink-Oxid (IGZO) ist ein Halbleitermaterial, das dafür sorgt das die Pixel kleiner werden können, aber dennoch eine höhere Reaktionsgeschwindigkeit bei Bildschirmen zu verzeichnen ist.

In der Praxis zeichnet sich das Display durch eine FULL-HD Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln und 401 ppi aus. Durch das 2.5 D gebogene Display wirkt das UMI Z auch dünner als es wirklich ist.

Das Display liefert einen guten Kontrast, natürliche Farben und ist zudem blickwinkelstabil. Die Helligkeit des Display kann individuell oder automatisch angepasst werden; trotz Reflektionen oder Sonnenlicht ist das Display meist gut lesbar. Dennoch hätte ich mir eine höhere Helligkeitsstufe gewünscht, sodass es auch im Außenbereich sinnvoller eingesetzt werden kann.

Standardmäßig handelt es sich um ein 5-Punkte-Touchscreen, der schnell und zügig die Berührungen erkennt und verarbeitet. Sowohl das Eintippen der Buchstaben als auch das Scrollen/Sliden der einzelnen Seiten/Apss verlief problemlos. Der Touchscreen wurde in das Betriebssystem nahtlos integriert, sodass ein durchgehend flüssiges Arbeiten gewährleistet wird. (Das wird sich auch später bei den Spielen bestätigen!)

► Kamera:

Die Achillesferse der chinesischen Smartphones. Bereits das UMI Plus hatte beim Kameratest enttäuscht, deshalb war die Sorge beim UMI Z groß. Doch wie sich herausstellte, war diese Sorge völlig unbegründet.

Eher das Gegenteil war der Fall. Die 13-MP-Kamera kann Videos sowohl in FHD als auch in 4K jeweils bei 30fps drehen. Das fand ich schon sehr beeindruckend und auch die Ergebnisse können sich sehen lassen. Probleme hat die Kamera des UMI Z nur bei schwachen Lichtverhältnissen. Dennoch muss man ehrlicherweise sagen, dass das UMI Z an die Videoqualität eines iPhone 7 oder Samsung Galaxy nicht ganz herankommt.

Ein kleines Highlight bietet aber der Kamera-Modus. Hier können in der PRO Photo-Einstellung zahlreiche Werte für die Sättigung, ISO, Helligkeit, Kontraste, etc. direkt eingestellt werden. So kann man bereits vor Ort überprüfen, ob die Bilder was taugen werden oder nicht. Mithilfe der richtigen Einstellungen sind somit auch einigermaßen gute Bilder bei schlechten Lichtverhältnissen möglich. Wer sich für tiefer gehende Informationen interessiert, sollte sich das Video an dieser Stelle anschauen.

Schade ist nur, dass diese diversen Einstellungen im Video-Modus nicht zur Verfügung stehen. Des Weiteren reagiert der Autofokus etwas träge. Da hilft auch der Laserfokus beim besten Willen nicht weiter! Hier schafft oftmals nur der manuelle Fokus Abhilfe; dafür werden dann die Bilder aber auch scharf und schön!

HINWEIS: Das UMI Z besitzt KEINE Dual-Lens-Kamera wie dies zum Beispiel beim iPhone 7 Plus der Fall ist. Hier nutzt UMI das auffallende Design um neben der normalen Kamera den (nutzlosen) Laserfokus zu verstecken!

► Technische Daten / Benchmarks:

*Trommelwirbel* Kommen wir nun zu einer Kategorie in der das UMI Z vollends glänzen kann. Was UMI hier für die knapp 300€ eingebaut hat, kann sich sehen lassen und verschlägt einem glatt die Sprache! Zum einen gibt es einen Helio X27 10-Kern-Prozessor, der mit maximal 2,6 GHz taktet, zum anderen wird das System durch 4 GB Arbeitsspeicher (800MHz) einer Mali T880 Grafikeinheit unterstützt. In Verbindung mit den großzügigen 32 GB Speicherplatz und dem hervorragend funktionierendem Betriebssystem ist somit einiges möglich. Das wird auch durch die folgenden Tests bestätigt, denn subjektiv gesehen arbeitete der Speicher schnell und die Lese-/Schreibgeschwindigkeit waren erstklassig.

In Geekbench erzielt das UMI Z einen Single-Score von 1.766 und einen Multi-Score von 4.542. Das entspricht in etwa der Leistung des deutlich teureren Samsung Galaxy S7. Ja, iher habt richtig gelesen! Samsung Galaxy S7!

Auch in AnTuTu erzielt das UMI Z mit seinen 108.142 Punkten ein überragendes Ergebnis.

Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass das UMI Z auch bei Games oder Spielen eine erstklassige Performance abruft. Sogar grafiklastige bzw. anspruchsvollere Spiele laufen auf dem UMI Z ohne Probleme! Wer direkt zum Gaming-Abschnitt vorspulen möchte, kann hier klicken.

Umi Z – Testbericht | Review [DEUTSCH] | Teil 2 von 2

► Verarbeitung & Design:

Die Verarbeitung des UMI Z ist hervorragend. Hier merkt man den preislichen Unterschied zum UMI Plus besonders, welches gerade bei der Verarbeitungsqualität Schwächen aufwies. Dennoch wurden nicht alle Schwächen behoben. So fallen vor allem die locker sitzenden Tasten an der Seite ins Auge. Ansonsten habe ich bei der Materialqualität nichts zu beanstanden.

Es ist ein gut verarbeitetes und rundum gelungenes Smartphone!

Das Design des UMI Z erinnert (mich zumindest) sehr stark an das Design des iPhone 7 Plus. Das UMI Z ist zwar etwas dicker, aber durch den Laserfokus wird zumindest optisch die Doppelkamera imitiert. Ansonsten gibt es beim Design weder positive noch negative Auffälligkeiten.

Mit seinen 175 Gramm ist das UMI Z auch der ideale Begleiter für den Alltag. Bei der Farbauswahl ist man aber leider etwas eingeschränkt. Es steht lediglich die Farbe “GOLD” zur Verfügung.

► Funktionen:

Das UMI Z verfügt über einen Type-C-Anschluss und einen Kopfhörer-Eingang. Auf der Unterseite befinden sich zumindest optisch gesehen zwei Lautsprecherboxen. Allerdings ertönt nur aus der rechten Box der Sound, der für ein Smartphone beträchtlich gut – und wenn man so will auch extrem laut – ausfallen kann. In der linken Box ist hingegen das das Mikrofon versteckt, welches für eine angenehme Kommunikation beim Telefonieren sorgt.

Die Sensoren des UMI Z sind recht großzügig ausgefallen. Neben den herkömm-lichen Beschleunigungs-, Näherungs- und Helligkeitssensoren, sind zusätzlich auch ein Gyroskop und NFC verbaut. Somit stehen dem Virtual-Reality Erlebnis und dem bargeldlosen Bezahlen nichts mehr im Wege!

Darüber hinaus dient die Taste auf der Unterseite gleichzeitig als Fingerabdruck-Scanner. Nach dem Update erkannte das UMI Z 8 von 10 Fingerabdrücken, wenn der Daumen perfekt aufliegt. In einigen Fällen ist aber ein zweiter Versuch von Nöten.

► Datenübertragung/Konnektivität:

Wer viel telefoniert, wird auch mit dem UMI Z seine Freude haben. Es deckt alle möglichen Netze (2G,3G) und sogar die LTE-Frequenz in Deutschland ab. Hierbei hatten wir stets einen guten Empfang, das Telefonieren gelang rauschfrei und in einer angenehmen Lautstärke für beide Parteien.

Auch bei der heimischen Benutzung konnte das UMI Z in puncto WLAN (2,4 GHz) und Bluetooth (4.0) überzeugen. Wer das Smartphone lieber unterwegs benutzt, kann sich dank Glonass, GPS und A-GPS einfach zurechtfinden. Der GPS-Empfang war hervorragend und genau, die Satelliten wurden schnell gefunden.

► Fazit:

Das UMI Z ist ein Hammer-Smartphone zu einem fairen Preis. Begeistern konnte uns vor allem das erstklassige Display und die solide Verarbeitung. Die Arbeitsgeschwindigkeit und die abrufbare Performance sind dank des Helio X27 und 4 GB RAM phänomenal. Die Kamera, die 4K-Videos erlaubt, konnte in der Praxis überzeugen. Lediglich der langsame (Laser)Fokus ist mehr Deko als das er nützt. Auch die Akkulaufzeit könnte etwas besser sein.

[+] 5,5″ Display mit 1.920 x 1.080 Auflösung
[+] Benachrichtigungs-LED
[+] Viele Sensoren, z.B. Gyroscope, NFC, …
[+] Fingerabdrucksensor
[+] Konnektivität: 2G,3G,4G (LTE)
[+] guter Sound
[+] starke Performance (Punktzahl eines Samsung Galaxy S7)
[+] WLAN-, GPS- und Bluetooth-Empfang
[+] 4K Videos, gute Fotos bei Licht
[+] Pro Photo: ISO, EVO, Sättigung
[+] effizientes Android 6.0
[+] flüssiges und schnelles Arbeiten
[+] schlankes Design
[+] guter Touchscreen
[+] Viele Updates / Bug-Fixes
[+] Quick-Charge-Funktion

[0] Fotos bei schlechtem Licht

[-] Autofokus
[-] Akkulaufzeit

Ich gebe dem Umi Plus 8,6 Sterne. Es ist derzeit auf Amazon für 235,99 € zu haben.

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Video zum UMI Z – Unboxing, Testbericht, Bewertung, Review und Fazit

Umi Z – Unboxing und erster Eindruck [DEUTSCH] | Teil 1 von 2

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